
symposien
im antiken griechenland war das symposion ein trinkgelage, bei dem das philosophische gespräch im vordergrund stand. die tga wird diese zusammenkunft nicht nur, aber auch im sinne oben genannter bedeutung 2011 zum vierten mal veranstalten.
das symposion auf schloss raabs soll typographinnen und typographen, wissenschafterinnen und wissenschaftern, gestalterinnen und gestaltern – und denen, die es werden wollen – eine plattform der kommunikation, des lernens und des gedankenaustausches bieten.
nächstes symposion
datum_donnerstag, 25. bis sonntag, 28. august 2011
das symposion 2011 unter dem titel »unsichtbar« wird generell auf den leseprozess und spezifisch auf die veränderung unseres leseverhaltens eingehen. kommunikation und gesellschaftlicher diskurs finden hauptsächlich über den lesevorgang statt – gleichgültig ob auf papier, bildschirm oder architektur. dabei laufen physiologische und kognitive prozesse ab, die in ihrer motorik und neuronalen verschaltung nicht ausreichend bekannt und zusätzlich noch nicht restlos erforscht sind.
zwar bewältigen in der praxis des grafikdesign handwerkliches und gestalterisches können funktion und ästhetik der kommunikation, zusätzlich zeigt aber seine geschichte, dass wissenschaftliche erkenntnisse und theorie wesentliche impulse setzen und paradigmenwechsel der gestaltung einleiten können. auf rezipientinnenseite laufen prozesse, die das lesen betreffen, unbewusst ab und beeinflussen dergestalt die rezeption von in form gebrachten texten auf der inhaltlichen ebene. das hat direkte folgen für bereiche der ökonomie, soziologie und politik. aufklärung über diese unbewussten vorgänge und umsetzung der erkenntnisse im gestaltungsprozess sind daher erstrebenswert.